WERKHAUS
MURNAU
BAUHERR
Baugruppe ortsansässiger Unternehmer
DATEN
Bruttorauminhalt:
Bruttogeschossfläche:
Leistungsphasen:
14.991 m³
3.887 m²
Lph 0–8
FERTIGSTELLUNG
2019
Im Konversionsgebiet der ehemaligen Kemmelkaserne Murnau errichtet eine Baugruppe aus ortsansässigen Gewerbetreibenden ein multifunktionales Bürogebäude für verschiedenste Nutzungen.
In großen Teilen soll das Haus aus nachwachsenden Rohstoffen durch regionale Firmen errichtet werden und in Nutzung und Unterhalt hell, offen, flexibel und kostengünstig sein.
Eine einfache Skeletstruktur aus BSH-Stützen mit einer 4,2m breiten Innenraumzone und beidseitig 6m breiten Nutzungszonen an einem asymmetrisch angeordneten, aussteifenden Treppenhauskern aus Sichtbeton lässt unterschiedliche Einheitengrößen je Geschoss zu.
Als Deckensystem wird eine Holz-Beton-Verbunddecke aus tragenden Konstruktionsvollhölzern, verlorener Schalung und nur 8cm konstruktiv bewehrtem Aufbeton gewählt. Damit konnten durch eine nur 11cm starke Geschossdecke mit den darunter liegenden Holzbalken alle Anforderungen an das Tragwerk aus Vertikal- und Horizontallasten sowie Schall- und Brandschutz erfüllt werden.
Die Außenwände wurden als vorgefertigte Holzständerwände in der Zimmerei hergestellt, montiert und vor Ort mit Zelluloseeinblasdämmung ausgeführt. Die Holz-Aluminium aus geöltem Fichtenholz erlauben den Anschluss von Trennwänden in einem Ausbauraster von 1,25m. Festverglasungen wechseln sich mit Öffnungsflügeln und Kippoberlichter ab.
Die Kippoberlichter und die außenliegenden Raffstoreanlagen sind über einen KNX-Bus gesteuert und sorgen zusammen mit den gewählten Baumaterialien Holz und Stahlbeton mit ihren hohen Wärmespeicherfähigkeiten sowie der großen Dämmstärken in Wand und Dach dafür, dass trotz der großen Fensterflächen keine zusätzliche mechanische Kühlung erforderlich ist.
Ergänzend zur Wärmeversorgung über das kommunale Nahwärmenetz versorgen Photovoltaikanlagen den Eigenstrombedarf der Nutzer die Ladestellen Elektroautos versorgen.
Das Dach und die verbleibenden Freiflächen wurden extensiv begrünt, halten Regenwasser zurück, verbessern das Mikroklima, dienen Insekten als Nahrung und Unterschlupf und sind unaufwändig in der Pflege.










